Vermeidung von Mundatmung

Die Nasenatmung ist die normale („physiologische“) Atmung. Sie ist für die Gesundheit der oberen Atemwege, aber auch für die gute Entwicklung von Zähnen und Kiefer wichtig. In der Nase wird die einströmende Luft gereinigt, befeuchtet und auf die Körpertemperatur gebracht. Das schützt die Schleimhäute der Bronchien vor Erkrankungen. Bei der Nasenatmung ist der Mund in der Regel geschlossen. Die Zunge nimmt ihre korrekte Position am Gaumen ein. So wird das Wachstum des Oberkiefers gefördert. Die Zähne werden außerdem von Speichel umspült, verlorengegangene Mineralien werden wieder in den Zahnschmelz aufgenommen.

Ursachen für die ungünstige Mundatmung

Manchmal gewöhnen sich Kinder an die ungünstige Mundatmung. Ursachen können vergrößerte Gaumen- oder Rachenmandeln sein, durch die das Kind schlecht Luft durch die Nase bekommt. Auch ein offener Biss durch den langfristigen Gebrauch von Schnuller oder Daumenlutschen geht oft mit der Mundatmung einher. Das kann unter anderem zu Infektionen der oberen Atemwege, einer Kieferfehlstellung und einem erhöhten Kariesrisiko der Schneidezähne führen.

Suchen Sie frühzeitig ärztlichen Rat, wenn Ihr Kind ständig durch den Mund atmet. Je nach Ursache der Mundatmung kann eine Mundvorhofplatte ausreichen oder eine HNO-ärztliche bzw. logopädische Behandlung erforderlich sein.